Ein Welpe zieht ein - Tipps und Tricks
Die Entscheidung, einen Welpen bei sich aufzunehmen, ist ein aufregendes und bedeutsames Ereignis. Damit stellt sich gleichzeitig die Verantwortung ein, dem kleinen Neuankömmling den Start ins neue Zuhause so angenehm wie möglich zu machen. In diesem Blogbeitrag geben wir praktische Antworten auf die wichtigsten Fragen und hilfreiche Tipps zum Einzug eines Welpen.
Was Dich in diesem Artikel erwartet:
1. Vorbereitungen vor dem Einzug eines Welpen
2. Wie verbringt man die ersten Nächte mit einem Welpen?
3. Wie viel Aufmerksamkeit und Beschäftigung braucht ein Welpe pro Tag?
4. Wie oft sollte man den Welpen füttern?
5. Erziehung und Training
6. Stubenreinheit
7. Erste Spaziergänge mit dem Welpen
8. Eingewöhnung und grundlegende Tipps für den Start
9. Beziehung und Vertrauen aufbauen
10. Welpen-Blues – Wenn die Anfangsphase überwältigend wird
Artikel veröffentlicht am 11.06.2025
1. Vorbereitungen vor dem Einzug eines Welpen
Bevor der kleine Vierbeiner tatsächlich einzieht, gibt es einige wichtige Vorbereitungen, die getroffen werden sollten. So kannst Du sicherstellen, dass der Welpe direkt eine sichere, liebevolle und strukturierte Umgebung vorfindet.
Sicherheit im Haus herstellen
Welpen sind neugierig und erkunden ihr neues Zuhause mit viel Eifer – manchmal mit den Zähnen! Daher solltest Du Dein Zuhause „welpensicher“ machen:
Gefahrenquellen entfernen: Sichere Kabel, entferne giftige Pflanzen (z.B. Efeu, Weihnachtssterne) und stelle chemische Reinigungsmittel unzugänglich auf.
Treppen absperren: Verwende Kinderschutztore, um das Herunterfallen zu verhindern.
Kleine Gegenstände wegräumen: Dinge wie Münzen, Stifte, Socken oder andere verschluckbare Kleinteile außer Reichweite platzieren.
Grundausstattung für den Welpen
Bevor Dein Welpe einzieht, solltest Du eine solide Grundausstattung bereithalten. Dazu gehören ein gemütlicher Schlafplatz, stabile Fress- und Wassernäpfe, ein gut sitzendes Geschirr oder Halsband mit Leine sowie altersgerechtes Spielzeug und Pflegeprodukte.
Auch hochwertiges Welpenfutter und ein paar gesunde Leckerlis für das Training sind ein Muss.
Für eine vollständige Checkliste und weiterführende Tipps, schau Dir unseren detaillierten Artikel zur idealen Grundausstattung für Welpen an!
Hier findest Du alles, was Du für einen optimalen Start brauchst.
Tierarzt und Hundeschule finden
Tierarztbesuch planen:
Vereinbare rechtzeitig einen Termin für die Erstuntersuchung und Impfberatung. Es ist wichtig, den Gesundheitszustand Deines Welpen direkt überprüfen zu lassen.
Hundeschule auswählen:
Eine Welpenschule hilft dabei, wichtige Grundlagen in der Erziehung zu legen und frühzeitig Sozialisation mit Artgenossen zu fördern.
Familienvorbereitung und erste Begegnungen planen
Bevor der Welpe einzieht, sollte die gesamte Familie auf die neuen Herausforderungen vorbereitet werden. Besprecht gemeinsam klare Regeln: Wer übernimmt welche Aufgaben (z. B. Füttern, Gassi gehen, Pflege), welche Räume werden Tabuzonen, oder was ist im Umgang mit dem Welpen wichtig? Konsistenz ist hier der Schlüssel!
Falls bereits andere Haustiere vorhanden sind, sollten erste Begegnungen möglichst stressfrei, vorzugsweise an neutralen Orten wie dem Garten, stattfinden.
Auch Besuche von Freunden oder Verwandten sollten in den ersten Tagen begrenzt werden, um Überforderung zu vermeiden. So sorgt ihr für klare Strukturen und einen harmonischen Einstieg in das Familienleben!
2. Wie verbringt man die ersten Nächte mit einem Welpen?
Die ersten Nächte in einem neuen Zuhause können für Deinen Welpen ungewohnt und beängstigend sein.
Hier sind einige Tipps für entspannte erste Nächte im neuen Zuhause:
Nähe schaffen:
Stelle das Hundebett oder die Transportbox in Dein Schlafzimmer, damit Dein Welpe Deine Nähe spüren kann. Der Kontakt zu Dir vermittelt Geborgenheit und reduziert die Angst, die der neue Lebensabschnitt mit sich bringen kann.
Geborgenheit bieten:
Viele Welpen fühlen sich geborgen, wenn sie den Geruch ihres neuen Besitzers in ihrer Nähe haben, z. B. durch ein getragenes T-Shirt im Schlafplatz. Gleichzeitig ziehen sich manche Welpen gerne in eine kuschelige Decke ein oder fühlen sich in einer Box oder Höhle besonders sicher. Die geschützte Umgebung vermittelt ihnen Ruhe und Sicherheit.
Transportbox als Schlafplatz:
Es kann sinnvoll sein, Deinen Welpen in den ersten Nächten in einer Transportbox schlafen zu lassen. Hunde neigen instinktiv dazu, ihren Schlafbereich sauber zu halten, und würden dort nicht gerne hinpinkeln. Wenn der Welpe nachts unruhig wird oder anfängt zu winseln, ist das meist ein Zeichen, dass er sich erleichtern muss.
So merkst Du schneller, wenn es Zeit ist, mit ihm nach draußen zu gehen. Das hilft nicht nur bei der Stubenreinheit, sondern verhindert auch, dass Dein Welpe sich nachts still und heimlich ein „Toilettenplätzchen“ im Raum sucht.
Routinen festlegen:
Gehe vor dem Schlafen noch einmal nach draußen, damit Dein Welpe die Möglichkeit hat, sich zu lösen. Sorge nachts für eine ruhige, dunkle Umgebung, damit der Welpe zur Ruhe kommt. Regelmäßigkeit hilft ihm, schneller in den neuen Alltag hineinzufinden.
3. Wie viel Aufmerksamkeit und Beschäftigung braucht ein Welpe pro Tag?
Ein Welpe braucht den richtigen Mix aus Bewegung, Training, Erkundungen und vor allem ausreichend Ruhe. Dabei sollten alle Aktivitäten altersgerecht gestaltet und Überforderung vermieden werden.
Hier ein Überblick über die wichtigsten Phasen im Alltag eines Welpen:
Gassi gehen
Regelmäßige Spaziergänge sind wichtig, um Deinen Welpen an seine Umgebung zu gewöhnen und ihm die Möglichkeit zu geben, sich zu lösen. Beachte dabei folgende Faustregel: Pro Lebensmonat etwa 5 Minuten Gassi gehen pro Spaziergang. Für einen 3 Monate alten Welpen wären das also ungefähr 15 Minuten. Dabei geht es nicht um große Wanderungen, sondern vielmehr um sanftes Erkunden der Umgebung und das Sammeln erster Eindrücke.
Training
Kurze Trainingseinheiten fördern die geistige Entwicklung und die Bindung zwischen Dir und Deinem Welpen. Beginne spielerisch mit einfachen Kommandos wie „Sitz“ oder „Platz“. Drei bis vier Einheiten à 5 Minuten pro Tag reichen vollkommen aus, um den Kleinen nicht zu überfordern. Positive Verstärkung durch Lob und kleine Leckerlis motiviert und sorgt dafür, dass Lernen Spaß macht.
Ruhephasen
Welpen brauchen viel Schlaf, um die Eindrücke des Tages zu verarbeiten und gesund zu wachsen. Etwa 16–20 Stunden am Tag sollte der kleine Vierbeiner schlafen können. Achte darauf, dass der Welpe ungestört bleibt und sich in seinem Schlafbereich sicher fühlt. Ermutige ihn, nach aktiven Phasen regelmäßig Pausen einzulegen.
Erkunden und Ausflüge
Neben den kurzen Spaziergängen sind kleinere Erkundungstouren oder Ausflüge eine wunderbare Möglichkeit, Deinen Welpen an unterschiedliche Orte, Menschen und Geräusche zu gewöhnen. Halte die Ausflüge kurz und stressfrei, um Deinen Welpen nicht zu überfordern. Jeder neue Eindruck hilft dabei, den kleinen Vierbeiner zu sozialisieren und selbstsicher zu machen.
4. Wie oft sollte man den Welpen füttern?
Ein Welpe sollte in den ersten Monaten regelmäßig und mit speziellem Welpenfutter gefüttert werden:
Bis zur 12. Woche: 4 Mahlzeiten am Tag
3.–6. Monat: 3 Mahlzeiten am Tag
Ab dem 6. Monat: Umstellung auf 2 Mahlzeiten täglich
Stelle sicher, dass das Futter auf die Bedürfnisse des wachsenden Hundes angepasst ist. Wildes Land bietet hochwertiges, gesundes Futter speziell für junge Hunde.
📖 Lese-Tipp aus unserem Ratgeber:
"Wie füttere ich meinen Welpen richtig?"
5. Erziehung und Training
Die Erziehung Deines Welpen legt den Grundstein für ein harmonisches Zusammenleben. Dabei geht es nicht nur um Tricks, sondern auch um klare Grenzen und Regeln.
Grundlagen der Erziehung
Beginne früh mit Kommandos wie „Sitz“, „Platz“ und „Komm“ – spielerisch und altersgerecht.
Nutze positive Verstärkung mit Lob und Leckerlis und achte auf kurze, regelmäßige Trainingseinheiten (3–5 Minuten).
Konsistenz und Konsequenz
Klar definierte Regeln und deren konsequente Umsetzung geben Deinem Welpen Orientierung und Sicherheit. Sei geduldig und fair, um das Vertrauen zu stärken.
Ruheübungen
Ruhe ist für Welpen entscheidend, um Reize zu verarbeiten. Fördere Entspannung z. B. durch regelmäßige Pausen und ruhig angeleitete Liegezeiten nach aktiven Phasen.
Spielerisch lernen
Im Spiel kannst Du erste Kommandos wie „Bring“ oder Geduld beim Warten üben. Gemeinsame Aktivitäten machen Spaß, stärken die Bindung und fördern den Lernprozess ganz nebenbei.
Mit konsequentem, aber liebevollem Training wächst Dein Welpe zu einem glücklichen und ausgeglichenen Begleiter heran.
6. Stubenreinheit
Die Stubenreinheit erfordert Geduld und Konsequenz. Mit der richtigen Routine lernt Dein Welpe schnell, sich draußen zu lösen.
Regelmäßig rausgehen
Bring Deinen Welpen regelmäßig nach draußen – besonders:
Nach dem Schlafen: Direkt nach dem Aufwachen.
Nach dem Essen: Wenige Minuten nach der Mahlzeit.
Nach Spielphasen: Nach intensiven Aktivitäten.
Welpen müssen alle 2–3 Stunden raus, da sie noch nicht lange einhalten können.
Lob für richtiges Verhalten
Belohne Deinen Welpen sofort, wenn er sich draußen löst – mit Lob oder einem Leckerli. Das hilft ihm, schnell zu verstehen, was richtig ist. Fehler drinnen sollten nicht bestraft werden, da der Welpe den Zusammenhang noch nicht erkennt.
Die Box in der Nacht
Nutze eine Transportbox als Schlafplatz: Welpen pinkeln ungern in ihren Schlafbereich und melden sich, wenn sie raus müssen. Die Box neben Deinem Bett hilft Dir, unruhiges Verhalten rechtzeitig zu bemerken und kleine Unfälle zu vermeiden.
Geduld und Konsequenz
Bleibe ruhig und geduldig – „Unfälle“ gehören zum Lernprozess dazu. Mit einer klaren Routine und konsequentem Verhalten wird Dein Welpe schnell stubenrein sein.
7. Erste Spaziergänge mit dem Welpen
In den ersten Wochen brauchen Welpen nur sehr kurze Spaziergänge – eine Faustregel sind etwa 5 Minuten pro Lebensmonat pro Spaziergang.
Der Fokus liegt darauf, den Welpen behutsam an neue Geräusche, Gerüche und Eindrücke zu gewöhnen. Lasse ihn schnüffeln und erkunden, damit er die Welt in seinem Tempo entdecken kann. Überforderung oder zu lange Märsche sollten jedoch vermieden werden, da Gelenke und Knochen Deines Welpen noch in der Entwicklung sind und geschont werden müssen. Ein gut sitzendes Geschirr ist ideal, um ihm zusätzlichen Komfort zu bieten.
Sportliche Aktivitäten wie Joggen oder Wandern solltest Du erst beginnen, wenn der Körper und die Muskulatur Deines Hundes komplett ausgewachsen und belastbar sind – bei den meisten Hunden frühestens ab dem 12.–18. Lebensmonat. Bis dahin ist es wichtig, den Welpen nicht zu überfordern und ihm stattdessen die Zeit zu geben, gesund und stark heranzuwachsen.
Mit liebevoller Achtsamkeit und Geduld legst Du die perfekte Grundlage für spätere gemeinsame Abenteuer.
8. Eingewöhnung und grundlegende Tipps für den Start
Der Einzug eines Welpen ist aufregend, bringt aber auch viele Veränderungen mit sich. Um einen stressfreien Start zu ermöglichen, solltest Du Deinen Welpen behutsam an sein neues Zuhause gewöhnen und einige Grundprinzipien beachten:
Ruhe und Entspannung
Die ersten Tage sollten möglichst ruhig und stressfrei ablaufen. Vermeide zu viele Besucher oder laute Aktivitäten, die Deinen Welpen überwältigen könnten. Gib ihm Zeit, seine neue Umgebung in Ruhe kennenzulernen.
Neutrale Begegnungen
Falls andere Haustiere im Haushalt leben, lasse die ersten Begegnungen an einem neutralen Ort wie im Garten stattfinden. So können sich die Tiere stressfreier aneinander gewöhnen.
Begrenzte Erkundungen
Erlaube dem Welpen zunächst, nur einen begrenzten Bereich des Hauses zu erkunden. Dies verhindert Überforderung und hilft ihm, sich Stück für Stück an sein neues Umfeld zu gewöhnen.
Schlafplatz und Sicherheit
Richte einen gemütlichen Rückzugsort als Schlafplatz ein, an dem sich der Welpe sicher fühlen kann. Achte darauf, potenzielle Gefahrenquellen wie Stromkabel, kleine Gegenstände oder giftige Pflanzen zu sichern, um Unfälle zu vermeiden.
Geduld und Konsequenz
Welpen brauchen Zeit, um Regeln und Strukturen zu verstehen. Konsequentes Verhalten von Anfang an hilft Deinem Vierbeiner, sich sicher und wohl zu fühlen. Wenn mal etwas schiefgeht: Bleibe ruhig – der Lernprozess benötigt Zeit.
9. Beziehung und Vertrauen aufbauen
Eine starke Bindung zu Deinem Welpen ist der Schlüssel zu einem harmonischen Zusammenleben. Dafür kannst Du aktiv Vertrauen und Nähe fördern:
Gemeinsame Zeit:
Verbringe viel Zeit mit Deinem Welpen, sei es bei kleinen Spielen, Kuscheleinheiten oder Spaziergängen.
Dein Welpe wird Deine Nähe suchen und dadurch Vertrauen entwickeln.
Körpersprache:
Dein Welpe orientiert sich stark an Deiner Körpersprache.
Ruhige Bewegungen und ein freundlicher Tonfall vermitteln Sicherheit.
Positive Erlebnisse:
Fördere die Bindung durch positive Erlebnisse – Belohnungen und Lob stärken die Beziehung.
Das erste Jahr Deines Welpen ist die Grundlage für ein vertrauensvolles Miteinander und einen Begleiter fürs Leben.
10. Welpen-Blues – Wenn die Anfangsphase überwältigend wird
Es ist nicht ungewöhnlich, dass die erste Zeit mit einem Welpen überwältigend sein kann. Manchmal fühlen sich frischgebackene Hundebesitzer durch die Verantwortung, die Umstellung im Alltag oder die Herausforderungen der Erziehung überfordert – das nennt man Welpen-Blues.
Was hilft?
Realistische Erwartungen:
Kein Welpe ist von Anfang an perfekt erzogen. Fehler gehören dazu – sie lassen sich mit Zeit und Geduld korrigieren.
Unterstützung suchen:
Sprich mit anderen Hundebesitzern, besuche eine Welpenschule oder hole Dir Tipps von einem Hundetrainer.
Routinen schaffen:
Ein klarer Tagesablauf entlastet Dich und gibt Deinem Welpen Sicherheit.
Pausen einplanen:
Gönn Dir selbst Erholung und schaffe Momente, in denen Du abschalten kannst.
Denk daran, dass die Anfangsphase fordernd, aber gleichzeitig der Grundstein für eine tiefe Verbundenheit und ein tolles Leben mit Deinem Hund ist. Der Welpen-Blues geht vorbei und macht Platz für viele schöne gemeinsame Momente!
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1. Vorbereitungen vor dem Einzug eines Welpen
2. Wie verbringt man die ersten Nächte mit einem Welpen?
3. Wie viel Aufmerksamkeit und Beschäftigung braucht ein Welpe pro Tag?
4. Wie oft sollte man den Welpen füttern?
5. Erziehung und Training
6. Stubenreinheit
7. Erste Spaziergänge mit dem Welpen
8. Eingewöhnung und grundlegende Tipps für den Start
9. Beziehung und Vertrauen aufbauen
10. Welpen-Blues – Wenn die Anfangsphase überwältigend wird




